CDU Südliche Weinstraße: "Vor-Ort-Termine" in Bad Bergzabern: Kreispflegeheim und Haus der Familie

Was heißt "Vor-Ort-Termine"?

"Wenn wir politische Entscheidungen treffen, beispielsweise in Haushaltsberatungen, sollten und wollen wir konkrete Vorstellungen haben von den Aufgaben und Leistungen, die die Betroffenen erbringen. Dem dient unsere 'Vor-Ort-Besuchsreihe'." CDU-Kreisvorsitzender Nicolai Schenk (Maikammer) beschrieb mit diesen Worten seinen Gastgebern im Kreisaltenpflegeheim Bad Bergzabern sowie im Bad Bergzaberner Haus der Familie, das in der Trägerschaft des protestantischen Dekanats steht, den Charakter der je rund zweistündigen Besuche, die er und etwa 15 weitere CDU-Mandats- bzw. Funktionsträger am 9. Juni den beiden genannten Einrichtungen abstatteten.

Attraktiv für alte Mitmenschen

Heimleiter Hubert Niederer sah die Lage des Kreisaltenpflegeheimes (Herzog-Wolfgang-Straße 5, 76778 Bad Bergzabern) als einen nicht zu unterschätzenden Faktor für die Attraktivität des Hauses. Die im ehemaligen Schloss-Gesindehaus ansässige Einrichtung für vollstationäre Pflege sei praktisch permanent "ausgebucht", weil sich die Heimbewohner im Zentrum der südpfälzischen Kurstadt mit den daraus folgenden "kurzen Wegen in die 'City' " sehr wohlfühlten. Auch aus diesem Sachverhalt erkläre sich auch eine "Warteliste" für das Bad Bergzaberner Heim.

Dessen zentrale Stadtlage habe "über die Topografie hinaus" auch symbolischen Charakter: Die der Einrichtung anvertrauten Mitmenschen stünden ohne Wenn und Aber im Zentrum des Einsatzes von Personal und Verwaltung.

Heimleiter Niederer bedauerte die deutlich angespannte Kostensituation, die derzeit nur "Instandsetzungsleistungen bei Bedarf" zuließen. Kritik übte er ferner an einer in Deutschland grassierenden Pflicht zur Dokumentation sprichwörtlich jeder kleinsten Pflegetätigkeit, die bis zu 30 Prozent der Arbeitszeit "seines" unverändert hoch motivierten Personals beanspruche – Zeit, die für die persönliche Zuwendung fehle. Zuwendung jedoch sei das Charakteristische, das eine soziale Einrichtung auszeichnen müsse.

"Es muss weitergehen"

Dekan Dietmar Zoller stellte zunächst Konzeption und Programm des Hauses der Familie vor, an dessen Kursangebot Menschen aller in der Südpfalz vertretenen Religionen und Konfessionen partizipierten. Das Haus in der Bad Bergzaberner Luitpoldstraße 22 arbeite Generationen und alle sozialen Schichten übergreifend. Zu diesem Zweck pflege das Haus der Familie Kontakte zu Schulen, Vereinen, sozialen Einrichtungen, Pflegeanbietern, Institutionen und Beratungsstellen. Sein Veranstaltungskalender findet sich im Internet.

Unter dem Gruppentitel „Mahlzeit“ haben sich, so der Dekan, weitestgehend ehrenamtliche Mitarbeiter zusammengeschlossen, um montags und mittwochs eine warme Mahlzeit Mitmenschen anzubieten, die "knapp bei Kasse" sind oder auch einmal in Gesellschaft essen wollen. Daneben lädt die „Cafetria“des Hauses der Familie von Montag bis Donnerstag, jeweils 10 bis 16 Uhr. zu einer guten Tasse Kaffee und zum Gedankenaustausch ein.

Dekan Zoller sieht finanzielle Probleme für das Haus der Familie heraufziehen, wenn die dreijährige "Anschubphase" endet, die jährlich einen Zuschuss von 50 000 Euro seitens des Landes Rheinland-Pfalz und von 5000 Euro seitens des Kreises Südliche Weinstraße beschert. Ein Förderverein allein und auch das "kreative Erschließen von Spenden" würden diese Lücke bei weitem nicht schließen können.

Subsidiaritätsprinzip

CDU-Kreisvorsitzender Nico Schenk (Maikammer) sowie CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Dietmar Seefeldt (Offenbach) wiesen darauf hin, dass die Union im Subsidiaritätsprinzip einen integralen Bestandteil der gesellschaftlichen Struktur in Deutschland sehe und schon immer gesehen habe. Bund, Länder und Kommunen könnten auf das Engagement der freien Träger, speziell der Kirchen, nicht verzichten.

So sei es konsequent, dass sich der CDU-Kreisverband Südliche Weinstraße für den Fortbestand des Bad Bergzaberner Hauses der Familie und dessen hoch einzuschätzenden Wirkens in die Gesellschaft hinein mit Nachdruck einsetze. Fazit: "Es muss weitergehen!"

Kontaktadressen:

Kreisaltenpflegeheim, Herzog-Wolfgang-Straße 5, 76887 Bad Bergzabern, Telefon 06343/950680.

Haus der Familie, c/o Rainer Brunck, Luitpoldstraße 22, 76887 Bad Bergzabern, Telefon 06343/931774; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!