Markus im Büro

süw: CDU-Kreisvorsitzender lässt anderen Vortritt

„Ich beende die Spekulationen um meine Person.
Ich trete nicht an.“ Mit diesen Worten hat gestern
der CDU-Kreisvorsitzende Marcus Ehrgott seinen Verzicht
auf eine Kandidatur bei der Landratswahl erklärt.
Damit gibt es aus den Reihen der Christdemokraten
derzeit nur einen Bewerber: Dietmar Seefeldt (45).
 
 

„Mein Ziel war seit meiner ersten Wahl zum Kreisvorsitzenden Ende 2013, die CDU SÜW auf Kurs zu bringen. Dass ich im vergangenen Jahr mit mehr als 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde, habe ich als Bestätigung und Auftrag gesehen“, sagt der 45-Jährige, der auch erster ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter im Kreis ist. Angesichts dieser exponierten Positionen gehörte der Coach für Führungskräfte in der freien Wirtschaft zunächst auch zum Kreis der potenziellen CDU-Kandidaten. Doch inzwischen hat er die Vorbereitung der Landratswahl zu seinem Auftrag mit Priorität eins auserkoren. Er lässt anderen den Vortritt. „Es stand für mich nicht im Vordergrund, eine eigene Kandidatur vorzubereiten, sondern einen hervorragenden Kandidaten zu präsentieren und zügig ein Verfahren festzulegen, in das nicht allein die Parteispitze, sondern alle Mitglieder von Anfang an eingebunden werden.“ Es gehe darum, nach der Nominierung geschlossen hinter dem Kandidaten beziehungsweise der Kandidatin zu stehen.

Diese Position bezieht der Herxheimer vor dem Hintergrund, dass sich noch bis zum kommenden Montag potenzielle Bewerber zu erkennen geben können. Ob auch Gabriele Flach, Verwaltungsdirektorin beim Gemeinde- und Städtebund in Mainz, im Jahr 2005 gegen Amtsinhaberin Theresia Riedmaier mit 42,9 Prozent unterlegen, den Hut in den Ring wirft, ist weiter unklar. Bis gestern hatte Ehrgott keine Zwischenmeldung.

Zu seiner Rolle sagt er: „Für mich war auch angesichts meiner beruflichen Situation als Selbstständiger klar, wenn wir eine der prädestinierten Persönlichkeiten für eine Kandidatur gewinnen, dann wird diese meine volle Unterstützung haben und ich werde nicht antreten.“ Das habe er in vielen Gesprächen verdeutlicht. Mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Seefeldt habe jemand Interesse bekundet, der – wie andere Persönlichkeiten auch – die Südliche Weinstraße mit einem besonderen Profil exzellent präsentieren könne, über fundiertes Verwaltungswissen und langjährige kommunalpolitische Erfahrung verfüge. „Außerdem ist er absolut integer und vertrauenswürdig.“ mik

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt - Nr. 30
Datum Samstag, den 4. Februar 2017
Seite 19