südliche weinstrasse: Einstimmige Empfehlung bei der CDU-Kreisvorstandssitzung am Montagabend, gestern bei der Präsentation ein Loblied nach dem anderen: dies die Rahmenbedingungen für Dietmar Seefeldt, der für die Christdemokraten bei der Landratswahl antreten will und soll. Am 6. März soll er in Herxheim nominiert werden.

Von Michael Reuter

Gruppe


Nachdem die Sozialdemokraten die Landauer Vinothek Par Terre für die Vorstellung ihres Wunschlandrats Torsten Blank auserkoren hatten, suchte sich Seefeldt das Offenbacher Queichtalmuseum aus. Erstens quasi vor der Haustür gelegen, außerdem ein Symbol für seine Heimatverbundenheit. Den feinen dunkelbraunen Zwirn, passgenau mit den Streifen auf der Krawatte korrespondierend, habe er sich aber nicht extra zur Feier des Tages zugelegt, wird er später lächelnd auf die Frage eines neugierigen Journalisten antworten. Im eher kleinen Kreis hat man sich zusammengefunden, um den Kandidaten zu küren. Auf den Zuschauerrängen neben Pressevertretern auch Parteifreunde aus Offenbach. Die Hälfte der Stühle bleibt allerdings frei. Den Reigen der Loblieder auf Dietmar Seefeldt eröffnet CDU-Kreisvorsitzender Marcus Ehrgott. Der 46-jährige hauptamtliche Kreisbeigeordnete in Germersheim sei eine hervorragende Besetzung für die Landratsposition, die im November frei wird, da die seit 20 Jahren amtierende Theresia Riedmaier (64) aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufhört. „Er ist ein kommunalpolitisches Schwergewicht, das sich in der Reihe früherer CDU-Landräte nahtlos einfügt“, zieht Ehrgott verbal den Hut vor seinem einstigen Schulkollegen. Gleichwohl betont Ehrgott, dass die CDU noch andere kompetente Kandidaten hätte aufbieten können.

Aber es ist dann doch alles auf den langjährigen Fraktionschef im Kreistag SÜW hinausgelaufen. Derjenige, der als Erster den Finger gestreckt hatte, darf sich und seine Ziele nun bei den Mitgliederforen am 20. und 21. Februar in Bad Bergzabern und Edenkoben der Basis präsentieren. „Meine Erfahrungen aus dem privaten, beruflichen und politischen Bereich bilden eine hervorragende Basis für die Verwaltungsleitung im Kreishaus“, klopft er sich selbst ein wenig auf die Schulter und spielt damit auch auf seine zweijährige Erfahrung als Landrat-Stellvertreter im Nachbarkreis an. Wie es der Zufall will: Gestern ist es auf den Tag genau zehn Jahre her, da er an der Südlichen Weinstraße als Nachfolger von Urgestein Elmar Weiller zum CDU-Fraktionsvorsitzenden gewählt worden war. Eine Aufgabe, bei der er schon etliche Mal der SPD-Landrätin Paroli geboten hat – und der Landesregierung wegen der geringen finanziellen Unterstützung der Städte und Kreise an den Karren gefahren ist. „Ich habe großen Respekt vor dem Wahlkampf, den Menschen und der Aufgabe. Aber ich traue mir das Amt auf jeden Fall zu“, sagt der dreifache Vater, der sich in Germersheim über alle Parteigrenzen hinweg geschätzt fühlt.

„Er ist der richtige Kandidat, unaufdringlich, besonnen und sachlich“, lobt die CDU-Landtagsabgeordnete Christine Schneider. Der aus Berlin herangedüste Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart bescheinigt ihm außerordentliche berufliche und menschliche Fähigkeiten. Das letzte Wort bleibt dem Gekürten: „Bei so viele Lob wird es mir langsam peinlich“, schlägt Dietmar Seefeldt die Hände an den Backen zusammen.

 

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt - Nr. 33
Datum Mittwoch, den 8. Februar 2017
Seite 20