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Im Fall Rohrbach geht der Riss quer durch die Parteien.
Trotzdem wird das Fachmarktzentrum zum Problem für Landrätin Theresia Riedmaier.

Im November 2014 waren alle gekommen, als ein Projektentwickler in Rohrbach über eine neue Zukunft des Real-Standortes als Fachmarktzentrum sprach: Gewerkschafter, Bürgermeister jeder Couleur, alle drei Bundestagsabgeordnete der Südpfalz und natürlich die Landrätin. Der Schock war groß, immerhin standen rund 100 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Auch jetzt gibt es Unterstützer der Rohrbach-Pläne quer durch alle Parteien, darunter der CDU-Landratskandidat Dietmar Seefeldt. Trotzdem wird Rohrbach nur zum Problem für Riedmaier: Sie war sich des Problems sehr wohl bewusst, dass die Ansiedlung großer Einzelhandelsbetriebe an nicht-zentralen Standorten den Zielen der Landes- und Regionalplanung widerspricht und hat es trotzdem drauf ankommen lassen. Wenn es hart auf hart kommt, hat Landau vor Gericht offenbar keine schlechten Karten. Doch die Baugenehmigung ist raus, der Investor hat schnell Fakten geschaffen und angeblich bereits Millionen investiert. Das heißt, dass er sich, wenn sein Projekt scheitern sollte, beim Kreis schadlos halten wird. Riedmaier steht daher massiv unter Druck, mit Modepark Röther einen Kompromiss auszuhandeln, den Landau akzeptieren kann. Man hätte sich eine schönere Endphase der Amtszeit der erfolgsverwöhnten Landrätin vorstellen können.

Von Sebastian Böckmann

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