Am heutigen Montag endet die Bewerbungsfrist für die Wahl des neuen Edenkobener Stadtbürgermeisters am 18. März. Ihren Hut in den Ring geworfen haben bislang, wie berichtet, Nikolas Palmarini (FDP), Hans-Peter Klein (Grüne) und Birthe Kunze-Bergs (SPD). Seit gestern ist auch der Kandidat der Christdemokraten gesetzt. Ludwig Lintz erhielt bei der Mitgliederversammlung 29 Stimmen der 30 stimmberechtigten Mitglieder, es gab eine Enthaltung.„Das freut mich auch persönlich“, sagte Angelika Fesenmeyer, Ortsvorsitzende der CDU in Edenkoben. „Gerade weil es schon drei Kandidaten gibt, ist es umso wichtiger für unsere CDU.“ Christine Schneider, für die Partei im rheinland-pfälzischen Landtag, leitete die Sitzung und zeigte sich ebenfalls erfreut über Lintz’ Kandidatur. „Was gibt es Schöneres, als den Sonntagmorgen im Heimatdorf und mit seiner CDU zu beginnen“, scherzte sie.

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Mann des Tages aber war Lintz. Der 55-Jährige ist in Edenkoben geboren, ging dort zur Schule und machte wenig später in Landau sein Wirtschaftsabitur. Danach ging er zur Bundeswehr, war dort erst Panzergrenadier an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und später Kommandeursfahrer in Koblenz. Während seiner Zeit beim Bund sei er viel unterwegs gewesen, habe zahlreiche Nato-Standpunkte besucht und eine ereignisreiche Zeit gehabt, berichtete er. Im Anschluss studierte er in Saarbrücken Wirtschaftswissenschaften. „Mich hat dann aber das Fernweh gepackt. Ich habe alles geschmissen und wurde Fernfahrer“, erzählte der CDU-Mann. Er habe eine schöne Zeit auf der Straße verbracht, aber dann habe es ihn wieder zurück zu den Wurzel gezogen. Er schulte 1994 um und arbeitet seither als EDV-Fachmann.

Seit elf Jahren ist Lintz Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins Edenkoben – mit mehr als 550 Mitgliedern einer der aktivsten Vereine in der Stadt – und mittlerweile auch Obmann im Bereich Vorderpfalz. Lintz ist geschieden, hat keine Kinder. „Aber einen Hund“, sagte er mit einem Lachen.

Als erstes Ziel nannte Lintz die Entlastung der drei Beigeordneten, die seit Werner Kastners Tod die Geschicke der Stadt leiten. Weiter sei es ihm wichtig, die Menschen abzuholen und in die Entscheidungen miteinzubeziehen. „Wir sind alles Edenkobener. Es geht um die Sache, und wir müssen überparteilich zusammenarbeiten“, so der Kandidat, der seit rund 15 Jahren CDU-Mitglied ist. Edenkoben lebe vom Tourismus, deshalb sei es ihm ein Anliegen, die Gastronomie zu stärken und so weiter Arbeitsplätze zu schaffen. Als Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins wisse er um die Synergien, die dieser Lebensraum biete. Nach zahlreichen Gesprächen mit Bürgern sei er auch erstaunt darüber, dass es nicht überall in Edenkoben schnelles Internet gebe. Auch um Sitzgelegenheiten für Ältere und Touristen möchte er sich kümmern. „Es gibt viel zu tun und nicht viel Zeit. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es im ersten Wahlgang schaffen, das ist mein Ziel“, sagte Lintz. Seine Abschlussworte belegten seine Verbundenheit zu Edenkoben: „Wir gemeinsam werden Bürgermeister.“
Ludwig Lintz ist viel in der Welt rumgekommen, aber die Verbundenheit zu seiner Heimat ist stets geblieben.

 

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